KI-Agenten können nicht nur für Menschen arbeiten, sie können als Subagenten oder als Teams auch zusammenarbeiten. Anthropic hat agents teams als experimentelle Funktion in Claude Code eingebaut und in «Orchestrate teams of Claude Code sessions» dokumentiert.
Was sind Agenten-Teams?
Agenten-Teams sind koordinierte Claude Code-Instanzen, die zusammenarbeiten. Eine der Sitzungen fungiert dabei als Teamleiter (team lead, orchestrator): Sie koordiniert die Arbeit, weist Aufgaben zu und fasst die Ergebnisse zusammen. Die Teammitglieder (teammates) arbeiten unabhängig voneinander an einer gemeinsamen Pendenzenliste, jeweils in einem eigenen Kontextfenster. Und die Agenten können über eine Mailbox direkt miteinander kommunizieren.
Wie erstelle ich ein Agenten-Team?
Die Erstellung eines Agenten-Teams wird durch den Teamleiter geplant und initiiert. So beispielsweise mit dem folgenden Befehl:
Conduct a review of the local repository. For this, establish an agent team with the following focus:
- Clean Code
- Code Duplication
- Documentation
- Performance
Claude Code antwortet mit I’ll conduct a comprehensive code review by launching 4 specialized agents in parallel, each focusing on one of the review areas und zeigt mir als Teamleiter brav den regelmässig aktualisierten Status.

Das erinnert an einen Grundlagenkurs Betriebswirtschaft
Wie gross ist die Führungsspanne des Teamleiters (orchestrator)? Wie muss ich Verantwortungsbereiche «schneiden», damit ich genügend Fachwissen konzentriere (Kontextfenster)? Wie minimiere ich den Bedarf an Abstimmung zwischen den Verantwortungsbereichen (Mailbox)? Und wie stelle ich sicher, dass sich die Teammitglieder nicht in die Quere kommen (AKV = Aufgabe, Kompetenz, Verantwortung).
Spannende Zeiten. Ganz viel Hightech und plötzlich erinnere ich mich an mein Studium vor vielen Jahren ;).
Gedanken zum Abschluss
Projektrollen werden nicht nur neu definiert, sie verschmelzen. Nicht nur neues Wissen ist dabei gefragt.
Die Softwareentwicklung beschreibt das Zielsystem ohne selbst Code zu schreiben und rückt somit näher an das Produktmanagement. Das Produktmanagement wiederum schreibt keine Spezifikationen, entwickelt zusammen mit KI gleich ein Prototyp und nähert sich damit der Konzeption etc.
Alle Rollen sind betroffen. So verfüge ich in meinem aktuellen Projekt dank KI über eine extrem hohe Testabdeckung, ohne dass ich dafür etwas tun musste. Was ich aber haben muss ist ein Verständnis für Testmanagement resp. TDD (test-driven development).
Und testet ihr UX (user experience) schon mit Digitalen Zwillingen? Spannende Zeiten und spannende Fragen.
